Tennisboom, Teil 2

30. September 2019

In meinem letzten Blog ging ich der Frage nach, ob die Erfolge Dominic Thiems einen neuen Tennisboom in Österreich begründet haben. Dieser war vielfach vor allem im Zusammenhang mit dem tollen Turnier in Kitzbühel behauptet worden.

Im Zusammenhang mit dem grandiosen Laver Cup in Genf stellte diese Frage die „New York Times“ hinsichtlich Roger Federer: War die Euphorie bei diesem Event und sind die Erfolge Federers Ausdruck und Auslöser für einen Tennisboom in der Schweiz?

Die Antwort ist skeptisch, denn die Zahlen in der Schweiz sind trotz Federer, Wawrinka und zuvor Hingis, ernüchternd. Hinsichtlich Nachfolger an der Spitze, aber auch für die Basis.

2003, als Federer erstmals Wimbledon gewann, gab es laut NY Times in der Schweiz circa 51.000 lizensierte Spieler, 2018 waren es nur circa 500 mehr, die bei offiziellen nationalen Turnieren mitspielten. Eine nähere Analyse zeigt sogar, dass der Anteil von Jugendlichen an dieser Zahl gesunken ist, bei Mädchen sogar stark.

Das zeigt: Tennisevents werden phantastisch angenommen, insbesondere auf dem Top-Level der Grand Slam Turniere, des ATP-Masters oder des Laver Cups, Vorbilder bedeuten aber nicht automatisch ein Ansteigen der Aktiven.

Für einen solchen müssen mehr Faktoren stimmen. Einer davon ist sicherlich ein Mehr an hauptberuflichen Tennistrainern, die in den Vereinen langfristige Konzepte ein- und umsetzen können.

Fragen zum Thema
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Hannes Zischkaversucht gerne sie zu beantworten.

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